Archive für Februar 2008

Hoi An

Seit 4 Tagen sind wir in Hoi An, im Victoria Hotel am Strand. Hotel, Strand und Pool sind herrlich, leider spielt das Wetter nicht mit. Nach 2 bewölkten, kühlen und windigen Tagen am Anfang – da konnten wir noch warm angezogen am Strand wandern und mancher saß in Handtücher gehüllt noch am Pool – haben wir nun seit vorgestern Regen und kein Ende in Sicht.  Es ist zwar wärmer geworden, aber die Aufenthaltsräume, z.B. da wo Annika und Wolfgang Pool Billard spielen  sind zu kalt, weil es überall durchzieht. So habe ich es aufgegeben, mich mit einem Buch oder einer Zeitschrift daneben zu setzen. 

Weidlich wird von uns wieder mal das Spa genutzt. Am ersten Tag waren Anni und ich zum zweistündigen Wohlfühlpaket. Wir wurden mit Salz abgerieben, mit Bananenpaste oder etwas ähnlichem eingestrichen, in Bananaenblätter verpackt und anschließend kam eine Massage mit Orangen-Ylang Ylang-Öl…… mmmhhh, das war alles lecker genug, um Appetit zu machen! Und gaaaanz glatt waren wir hinterher!Gestern habe ich mir eine French Manicure machen lassen und heute bekomme ich einen Haarschnitt, natürlich mit Kopfmassage….. Mal sehen, was wir uns für morgen einfallen lassen! 

Ansonsten beschäftigen wir uns mit dem Essen – hier im Hotel gibt es jeden Abend ein anderes Spezialitätenbüffet. International, Seafood und Vietnamesisch hatten wir bisher, und an einem Abend waren wir in Hoi An essen. Da war nämlich an unserem ersten Abend hier das Laternenfest, ein Ereignis, das jeden Monat zu Vollmond stattfindet. Die ganze Stadt, die ja nun sowieso Zentrum der Seidenlampenherstellung ist, hängt dann Papier- und Seidenlampions raus, und lässt Papierblumen mit Teelichten auf dem Fluss treiben. Man kann sich auch mit dem Boot mitten durch die Lichter fahren lassen. Manche bündeln sich dann in Ecken des Hafens zusammen und geraten in Brand – die Papierlaternen, nicht die Boote.  Jedenfalls war das ein schöner Abend! Vom Tet-Fest her (Vietnamesisch Neujahr) stehen noch große erleuchtete Figuren im Fluss. Alles in allem: Schöööön! 

Heute wollen wir uns aufraffen und wieder mal in den Ort fahren, trotz Dauerregen. Annika will sich ein bestimmtes Geschirr in großen Mengen bestellen und nach Berlin verschiffen lassen. Und irgendwann muss man auch mal wieder raus aus dem Resort. Wir nutzen zwar jede Regenpause für Strandspaziergänge oder laufen zu den benachbarten Hotelanlagen. Aber so ein bisschen Unterhaltung fehlt.  Am 2. Abend sind Wolfgang und ich auf dem Weg zum Nachbarhotel einen Weg gelaufen, der zu den Fischerhütten am Flussufer führte. Dort gibt es ganze Palmenwälder, die im Fluss stehen, und Wasserbüffel, Kuhreiher, Fischteiche, Bambus etc. Sehr malerisch. Ich würde gerne noch mal dorthin, diesmal mit der Kamera.  

Nachsatz: Am folgenden Tag klarte es endlich auf und wir hatten einen wunderschönen letzten Tag, den wir am Pool und bei Strandspaziergängen im Sonnenschein genießen konnten - gottseidank! Uns wuchsen ja schon Schwimmhäute!! Sogar ein traumhafter Sternenhimmel war am späten Abend anzusehen - wunderschön. Am Abreisetag - damit wir nur ja nicht bedauern, Hoi An verlassen zu müssen, regnete es dann aber heftig und die Sicht war so schlecht, dass wir um den pünktlichen Abflug fürchten mussten!

Ho-Chi-Minh-City (HCMC)

Gestern Abend sind wir hier in Saigon eingetroffen. Die Fahrt im Mini-Van war etwas abenteuerlich. Unser Fahrer schien sehr müde, und die Strecke ist anstrengend unter den besten Bedingungen. Naja, wir haben es ja geschafft!  Unser Hotel liegt sehr zentral, so sind wir gleich gestern noch zum Abendessen zu einem schönen Restaurant gelaufen. Es heisst Hoi An (wie unser nächster Stop also). Es war ausgebucht, aber da wir so früh dran waren, hat man uns erlaubt, bis 19h zu speisen. Wir haben ein super leckeres Menü gegessen, kaiserliche Küche im Hue-Stil.  Anschließend waren wir noch in der City bummeln, die Fotos davon könnt Ihr schon wieder auf Annis Webseite ansehen. Heute wollen wir vormittags etwas bummeln, nachmittags eventuell eine Stadtrundfahrt machen, morgen zu den Cuchi-Tunneln, in denen sich die Vietnamesen während des Vietnam-Kriegs vor den Amerikanern versteckt haben. Natürlich gibt es viele solcher Tunnel, aber diese hier sind eben in der Nähe von Saigon (Ho-Chi-Minh-City, oder HCMC) Ich werde NICHT einsteigen! Sie sind wohl eh normalerweise auf schlanke Asiaten zugeschnitten, so dass schon damals die amerikanische Soldaten nicht hindurch passten. Einige Ecken sind etwas erweitert für Touristen, aber ich lehne trotzdem dankend ab. Ihr kennt mich und meine Vorliebe für Tunnel und Höhlen….

Phan Thiet

Ich beobachte heute mal den Sonnenaufgang….. und nutze die Gunst der Stunde, dabei mein Blog fortzuführen. Die Fischer sind alle draussen, teils mit richtigen kleinen Fischerbooten, teils mit kreisrunden „Töpfen“ aus Palmenblätter, kaum größer als ein Suppentopf… Naja, sie müssen ja für unseren Fisch sorgen! Wir speisen hier mal wieder auf´s leckerste, jeden Tag den fangfrischen Fisch bzw. Annika und Wolfgang können natürlich das Steak nicht lassen ;-).  Gestern sind wir mit dem Jeep zu einem Fischerdorf in der Nähe von Phan Thiet gefahren, die Fischerboote waren gerade alle gelandet, es war ein enormes Treiben und Getümmel. Danach haben wir zuerst die roten und dann die großen (gelben) Dünen von Phan Thiet besucht, man denkt man ist in der Sahara (oder in Dunhuang, für diejenigen, die´s kennen) Wir sind oberhalb des Lotus Lakes (in dem Pferde badeten) die Dünen hochgestapft, es war mächtiger Wind gestern, und wir hatten den Sand dann auch wirklich überall. Die Haare waren im Anschluss nicht mehr kämmbar! Aber der Anblick war wirklich herrlich.   Den Nachmittag haben wir am Pool verbracht, mit Blick auf das Meer und die Brandung….. sehr schön! Die Situation der Strandhotels hier ist eigenartig – einen Strand haben sie eigentlich nicht, obwohl sie direkt am Meer sind! Das Wasser geht bis direkt an die kleine Kaimauer, bei Ebbe geht es zurück, aber der Sand ist nass und felsig. Unser Hotel hat einen kleinen Hotelstrand anschütten lassen, auf dem Sonnenliegen stehen. Naja, wir sind ja nur gestern und heute hier, uns reicht da der Infinity-Pool. Am Abend haben Anni und ich mal wieder eine Massage in Anspruch genommen, hier gibt es ein richtiges kleines Wellness-Dorf im Hotel. Anni hat eine  Schlammpackung genommen und ich eine Fußmassage. Wir probieren uns hier so richtig durch die Spas durch, das macht Spaß! Heute Mittag geht´s weiter nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), wir freuen uns schon mal auf ein paar Tage City-Leben.  

Can Tho - Phan Thiet

Geschrieben am 15. Februar

Heute machen  wir uns auf den Weg nach Phan Thiet (das spricht sich „Fan Ti-et“). Die Fahrt soll ca 7 Stunden dauern, aber wir haben an der Fähre schon fast eine Stunde angestanden, so dürfte es wohl etwas länger dauern. Wir überqueren den Mekong Und damit verlassen wir ihn  dann  auch endgültig, denn Phan Thiet liegt viel weiter nördlich am Strand und schon nicht mehr im Mekong Delta. Den Fluss kennen wir jetzt inzwischen auf fast seiner ganzen Länge von 4500 km, von Tibet über Yunnan, Laos und Kambodscha bis fast zu seiner Mündung hier in Vietnam. Schon sehr eindrucksvoll!  In Phan Thiet haben wir ausnahmsweise mal 2 Beach Bungalows im Victoria Hotel. Eigentlich gehören zu der Tour „normale Zimmer“, aber als wir Wolfgang hinzubuchen wollten, waren die nicht mehr frei. Um so besser! Wir werden einen Halbtagesausflug zu den Sanddünen machen, die sehr eindrucksvoll sein sollen, richtige Sahara-Stil Dünen! Der Ort soll ein Surfer- und Windsurferparadies sein und zudem einem netten kleine Fischerhafen haben, recht dicht beim Hotel.

Can Tho - Breakfast Cruise auf der “Lady Hau”

Geschrieben am 14. Februar

Ich hoffe, Ihr habt alle einen schönen Valentinstag und habt große Blumensträuße von Euren Männern bekommen…  Ich durfte heute mal gaaaanz früh aufstehen und dann mit einem wunderschönen alten Holzschiff rausfahren auf den Mekong. Die Uhrzeit war ein bisschen gruselig, aber schließlich wollte man uns den Genuss zuteil werden lassen, den Mekong bei Sonnenaufgang zu erleben. Wir haben ein schönes Frühstück serviert bekommen, und danach waren wir beim Schwimmenden Markt angekommen. Der läuft dann schon ein paar Stündchen, gegen 4h beginnt er und gegen 10h endet er – Frühaufsteher, die Vietnamesen, eindeutig! Der Markt selber war toll, wir sind dann in kleinere Boote umgestiegen, um uns direkt ins Treiben zu mischen. Jedes Händlerboot hatte eine Frucht oder ein Gemüse seiner Ladung an einen kleinen Mast gebunden, so dass man leicht den Ananashändler finden konnte! Wir haben viele Fotos gemacht und auch gefilmt – leider war  es zu früh und zu diesig für richtig gute Fotos, die so bunt sind wie die Stimmung dort.   Da wir dann schon mal in kleinen Bötchen saßen, sind wir gleich weitergefahren: zu einer Reisnudelmanufaktur ;-) im Familienbetrieb und einer Obstplantage. Wolfgang hat sich getraut, so eine kleine „Monkey Bridge“ zu überqueren, das sind zwei Bambusrohre oder Baumstämme, in der Mitte zusammen gebunden und auf sehr einfache Art gestützt.  Über Neujahr (das ist hier das Tet-Fest, gleichzeitig mit dem Chinesischen Neujahrsfest) stellt offensichtlich jeder Aprikosenbäumchen in seinen Garten, die leuchtend gelb und sehr hübsch blühen. Manche davon sind Bonsais. Sie sollen Glück bringen. Die Baumschulen nehmen sie alle hinterher wieder in Pflege, so sind große Trupps mit Schubkarren mit den Bäumchen unterwegs zum „Landschaftsdesigner“, um sie bis zum nächsten Jahr aufbewahren zu lassen.  

Chau Doc, letzter Tag

Heute Vormittag gammeln wir im Hotel rum – mir kommt das sehr entgegen, weil ich nach einem Magen-Darm-Virus noch immer nicht völlig wieder hergestellt bin. Einziger Trost: 85% aller Touristen bekommen den während ihres Urlaubs in diesen Ländern hier, so war schon abzusehen, dass ich da mitspielen durfte. Hoffen wir, dass Wolfgang und Annika zu den restlichen 15% gehören….  Wir sitzen hier am Pool auf der Terrasse vor dem Hotel, die Hintergrundmusik stellen die knatternden Bootsmotoren. An unserer Anlegestelle blühen die Wasserhyazinthen , dass es nur so eine Pracht ist. Sie treiben in großen Feldern den Fluss hinunter und klemmen sich dann in manchen Ecken fest. Einige der kleinen Kanäle sind vollkommen damit zugewachsen, so dass wir annehmen, dass die kleinen  Boote sich jeden Morgen erneut den Weg freihacken müssen.  Heute gegen 13h geht´s los, mit dem Auto nach Can Tho, ebenfalls im Mekong Delta gelegen, morgen heisst es dann früh aufstehen: Wir machen eine Frühstücksfahrt mit der „Lady Hau“, einem Schiff der Victoria Hotelkette – wir verlassen das Hotel um 6:30!!! Am nächsten Tag müssen wir dann fast ebenso früh aufstehen, Abreise nach Phan Thiet am Strand um 8h, Fahrt 7 Stunden! Am nächsten Tag: 8h Abfahrt zu den Mui Ne Sanddünen http://de.wikipedia.org/wiki/M%C5%A9i_N%C3%A9

Schnelldurchlauf Luang Prabang / Phnom Penh / Chau Doc in Vietnam

Hallo, Ihr habt ja lange nichts neues von mir aus Südostasien gehört. Die Internetanbindung ist meist schwach, oder aber auch umständlich herzustellen – so müssen wir fast immer in ein Internetcafé oder ins Businesscenter des Hotels gehen. Auf dem Zimmer klappt die Verbindung fast nie.  

Inzwischen waren wir ja in Luang Prabang, eine so entspannte kleine Stadt wie man es sich kaum vorstellen kann. Wunderhübsch dazu, Tempel ohne Ende, kleine Pinten und Boutiquen, Cafés und Restaurants, und die alten Häuser – häufig ehemalige Residenzen der Royal family – sind meist zu Gasthäusern umfunktioniert worden. Das sieht entzückend aus, lässt allerdings manchmal den Komfort etwas vermissen. Die Vegetation ist üppig und herrlich tropisch, der Mekong und der Nan Khan Fluss treffen sich dort und bilden die Landzunge, auf der Luang Prabang liegt.

Unser Guest House lag direkt oberhalb des Mekong, auf einer ziemlich hohen Klippe - wenn man den Hochwasseranzeichen glauben darf, liegt es während der Regenzeit knapp über Flussniveau!

Wir haben zwei schöne Ausflüge gemacht, einen zu einer Buddhahöhle in einem kleinen Karstgebirge, ca 2 Std. von Luang Prabang, und einem zu einem Wasserfall (oder eher 10), das war so unwirklich schön dort, dass man es kaum fassen konnte. Es gab auch Badepools und eine verfallene Villa dort….. sehr romantisch.

 

Also Luang Prabang käme gut in Frage “nach dem Burnout” wie ein Schweizer uns sagte, der dort ein Gästehaus und ein sehr gutes Restaurant betreibt. Oder sollte man doch nicht mehr solange warten? Abträglich wäre die lange heisse Regenzeit (rund 8 Monate im Jahr) und die Tropenseuchen……

 

Möglicherweise ist auch das Tempo für uns ein bisschen ZU langsam - so war doch der mehrmals vorbestellte Flughafentransport um die vereinbarte Zeit nicht da - und da werden wir doch schon wieder unruhig!!!

 

Wir sind dann über Bangkok nach Phnom Penh geflogen, in P.P. hatten wir nur einen Vormittag, den wir aber gut genutzt haben bei der Besichtigung des königlichen Palastes und des Nationalmuseums.

 

Im Nationalmuseum sieht man hauptsächlich Exponate aus Angkor - allerdings so schäbig präsentiert, dass man weinen möchte. Wer so wie Anni und ich in Berlin die Angkor-Ausstellung gesehen hat, möchte dann doch mal dem Museumdirektor in Kambodscha einen Tipp geben….

 

Per Schnellboot kamen wir dann gestern hier in Chau Doc im Mekong Delta an. Geschäftiges Treiben, wie immer in Vietnam! Laut knatternde Bootsmotoren auf der Flussseite, laut knatternde Mopeds auf der anderen Seite, oder wie Anni bemerkte “Hier darf man aber auch keine Migräne haben!”

 

Gleich geht´s los mit dem Jeep auf den Sam-Berg. Ciao, bis bald!

Angkor

Tja, das Blog-Schreiben ist eben nur genauso gut wie die Internetanbindung im Hotel, und die ist ehrlich gesagt nicht doll. Angeblich gibt es gratis Funknetz in den „öffenltichen Räumen“ wie Lobby, Restaurants und Poolbereich – aber das ist Theorie, denn es baut sich nicht mal die Anmeldeseite für mein Blog auf, E-Mail kann man auch nicht abholen, und es umschwirrten mich die Mücken…. Hier gibt es sowohl Malaria als auch Dengue-Fieber, letzteres ist ein hämorrhagisches (hab ich das richtig geschrieben? Na egal) Fieber, also auch kein Spaß! Am Kinderkrankenhaus wird groß zu Blutspenden aufgerufen, es gibt eine „Epidemie“ (ich dachte, die gibt es nur bei den Krankheiten, die man von Mensch zu Mensch überträgt, und hier werden ja Mücken benutzt ;-)) und anscheinend sind sehr viele Kinder betroffen. Also, trotz allem Komfort ist sicherlich hier in diesen Gegenden immer noch kein Sorglos-Tourismus möglich…. Ich werde mich mal damit begnügen, die Einträge hier offline zu verfassen, und dann bei Gelegenheit hochzuladen. Dadurch kommen dann die Daten etwas durcheinander, habt mal Geduld mit mir, ich kämpfe mit solchen Dingen (Blog) ja zum ersten Mal.  Unsere Zeit hier in Siem Reap – das ist der Ort, der zu Angkor gehört, und dazu  wieder gehören Dutzende von Tempeln, unter anderem Angkor Wat – ist wunderbar. Das Wetter spielt hier endlich mit, nachdem dann Chiang Mai doch noch recht verregnet war und einige Besichtigungen dem zum Opfer fielen. Wir haben hier 33° und Sonne – das ist uns ehrlich gesagt fast ein bisschen viel. Aber wir wollen nicht mäkeln, in Chiang Mai haben wir gefroren, wenn vielleicht auch nur, weil beim Dauerregen die Sachen langsam alle feucht oder nass waren, und wir ausgerechnet noch auf den höchsten Berg fahren mussten, den  Inthanon, über 2.500m hoch. Da waren dann nur noch 12°…. Bei schönem Wetter hat man von oben eine gute Aussicht…. 

Aber hier strahlt nach morgendlichem Nebel die Sonne, und in den Ruinen wird es dann gut warm. Vorgestern war unser erster Ausflugstag hier, wir haben vormittags Angkor Thom besichtigt. Die größte Tempel-Anlage hier, und geprägt von den vier riesigen Steingesichtern an jedem Turm. Über 70 Türme sind es wohl. Man staunt immer nur, und fotografiert, was das Zeug hält. Farbtupfer im Steingrau sind die Mönche in ihren safranfarbenen Roben, die sich auch sehr bereitwillig fotografieren lassen. Schaut mal wieder in www.annisdiary.de rein, sie ist sehr emsig am hochladen und bleibt abends immer noch ne Stunde länger auf, damit Ihr auch was zu schauen habt.   Am 3.2. nachmittags waren wir dann in Angkor Wat, dem höchsten Tempel hier. Leider total überlaufen, wie fast alles hier. Die Touri-Zeit beschränkt sich auf die 4 trockenen Monate von November bis Februar, danach ist hier gähnende Leere, sagt unser Guide.   Die Stimmung in den Tempeln ist sicherlich mit ein bisschen Ruhe wundervoll. Besonders schön sind die Statuen der Apsaras, das sind sehr elegante Figuren, Tempeltänzerinnen – sehr sexy, wie unser Guide meint.  Gestern, am 4.2. haben wir drei verschiedene Tempelanlagen besucht, diesmal in der Mittagszeit (und –hitze) um die Touristenmassen zu vermeiden, die mittags alle im Hotel beim Essen sitzen. Banteay Srei und Ta Prohm – nicht nur Ihr habt jetzt gerade Schwierigkeiten mit der Aussprache. Verantwortlich für die meisten der Tempelbauten hier war ein König namens Jayavarman und einer der bekanntesten Götter heisst Avalokiteshvara….. Tja, da muss man eine Weile feilen, bis einem das fließend von den Lippen perlt! 

Aber hauptsächlich können wir uns ja auf das Sehen konzentrieren und die Aussprache mal links liegen lassen.  Gestern war für uns der schönste Tempel Ta Prohm und die meisten von euch kennen ihn: Hier wurde „Tomb Raider“ , der Lara Croft Film,  gedreht. Die bemoosten Steinbrocken, mit Statuen, die von „Würgefeigen“-Bäumen  umrankt werden, Tempelbauten, die von diesen Bäumen anscheinend zusammengehalten werden – alles seeeehr malerisch und stimmungmäßig wunderbar. Ta Prohm ist der einzige der Tempel, der noch regelrecht im Dschungel liegt.   Abends sind wir mit Elefanten auf einen Hügel geritten, der auf der Spitze eine kleine  Tempelruine hat. Von hier sollten wir den Sonnenuntergang beobachten. Schon um 16h sollten wir uns an den Aufstieg machen, uns war nicht ganz klar, warum, wenn doch die Sonne erst um 18h untergeht und der Eelefant nur 15 Minuten (und ebenso viele Dollar) für den Aufstieg braucht. Naja, was soll ich sagen – wir waren dort oben nicht ganz alleine! Hunderte, wenn nicht Tausende, waren gegen 17:30 dort oben versammelt und die Sonne war vor Menschen sowieso kaum noch zu orten. Der Blick auf Angkor Wat von dort oben war zwar schön, aber die Bauwerke wirken von oben winzig und sind in der Dämmerung kaum noch auszumachen.  Die Sonne war noch keineswegs ganz untergegangen (und von ergriffener Stille keine Spur), da rasten die Massen wieder hügelabwärts, drängend und schiebend auf den abgewetzten, nur wenige Zentimeter breiten antiken Tempelstufen! Wir mussten leider auch stürmen, denn der letzte Elefant ging …..   Naja, das hätte man sich besser gespart, aber dann wären wir sicherlich der Meinung gewesen, wir hätten eine kleine Sensation verpasst!  Heute wollen wir zur Roluos-Gruppe, einigen Tempeln, die etwas abgelegen sind, und zu einem „schwimmenden Dorf“ am Tonle Sap-See, einem riesigen See ganz in der Nähe.  Morgen wollen wir uns einen ruhigen Tag am Pool machen, und unsere Massage, die wir hier im Spa des Hotels gebucht haben, geniessen. Also, ich melde mich dann wieder, wenn ich irgendwie ans Internet rankomme!  

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