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Angkor

Tja, das Blog-Schreiben ist eben nur genauso gut wie die Internetanbindung im Hotel, und die ist ehrlich gesagt nicht doll. Angeblich gibt es gratis Funknetz in den „öffenltichen Räumen“ wie Lobby, Restaurants und Poolbereich – aber das ist Theorie, denn es baut sich nicht mal die Anmeldeseite für mein Blog auf, E-Mail kann man auch nicht abholen, und es umschwirrten mich die Mücken…. Hier gibt es sowohl Malaria als auch Dengue-Fieber, letzteres ist ein hämorrhagisches (hab ich das richtig geschrieben? Na egal) Fieber, also auch kein Spaß! Am Kinderkrankenhaus wird groß zu Blutspenden aufgerufen, es gibt eine „Epidemie“ (ich dachte, die gibt es nur bei den Krankheiten, die man von Mensch zu Mensch überträgt, und hier werden ja Mücken benutzt ;-)) und anscheinend sind sehr viele Kinder betroffen. Also, trotz allem Komfort ist sicherlich hier in diesen Gegenden immer noch kein Sorglos-Tourismus möglich…. Ich werde mich mal damit begnügen, die Einträge hier offline zu verfassen, und dann bei Gelegenheit hochzuladen. Dadurch kommen dann die Daten etwas durcheinander, habt mal Geduld mit mir, ich kämpfe mit solchen Dingen (Blog) ja zum ersten Mal.  Unsere Zeit hier in Siem Reap – das ist der Ort, der zu Angkor gehört, und dazu  wieder gehören Dutzende von Tempeln, unter anderem Angkor Wat – ist wunderbar. Das Wetter spielt hier endlich mit, nachdem dann Chiang Mai doch noch recht verregnet war und einige Besichtigungen dem zum Opfer fielen. Wir haben hier 33° und Sonne – das ist uns ehrlich gesagt fast ein bisschen viel. Aber wir wollen nicht mäkeln, in Chiang Mai haben wir gefroren, wenn vielleicht auch nur, weil beim Dauerregen die Sachen langsam alle feucht oder nass waren, und wir ausgerechnet noch auf den höchsten Berg fahren mussten, den  Inthanon, über 2.500m hoch. Da waren dann nur noch 12°…. Bei schönem Wetter hat man von oben eine gute Aussicht…. 

Aber hier strahlt nach morgendlichem Nebel die Sonne, und in den Ruinen wird es dann gut warm. Vorgestern war unser erster Ausflugstag hier, wir haben vormittags Angkor Thom besichtigt. Die größte Tempel-Anlage hier, und geprägt von den vier riesigen Steingesichtern an jedem Turm. Über 70 Türme sind es wohl. Man staunt immer nur, und fotografiert, was das Zeug hält. Farbtupfer im Steingrau sind die Mönche in ihren safranfarbenen Roben, die sich auch sehr bereitwillig fotografieren lassen. Schaut mal wieder in www.annisdiary.de rein, sie ist sehr emsig am hochladen und bleibt abends immer noch ne Stunde länger auf, damit Ihr auch was zu schauen habt.   Am 3.2. nachmittags waren wir dann in Angkor Wat, dem höchsten Tempel hier. Leider total überlaufen, wie fast alles hier. Die Touri-Zeit beschränkt sich auf die 4 trockenen Monate von November bis Februar, danach ist hier gähnende Leere, sagt unser Guide.   Die Stimmung in den Tempeln ist sicherlich mit ein bisschen Ruhe wundervoll. Besonders schön sind die Statuen der Apsaras, das sind sehr elegante Figuren, Tempeltänzerinnen – sehr sexy, wie unser Guide meint.  Gestern, am 4.2. haben wir drei verschiedene Tempelanlagen besucht, diesmal in der Mittagszeit (und –hitze) um die Touristenmassen zu vermeiden, die mittags alle im Hotel beim Essen sitzen. Banteay Srei und Ta Prohm – nicht nur Ihr habt jetzt gerade Schwierigkeiten mit der Aussprache. Verantwortlich für die meisten der Tempelbauten hier war ein König namens Jayavarman und einer der bekanntesten Götter heisst Avalokiteshvara….. Tja, da muss man eine Weile feilen, bis einem das fließend von den Lippen perlt! 

Aber hauptsächlich können wir uns ja auf das Sehen konzentrieren und die Aussprache mal links liegen lassen.  Gestern war für uns der schönste Tempel Ta Prohm und die meisten von euch kennen ihn: Hier wurde „Tomb Raider“ , der Lara Croft Film,  gedreht. Die bemoosten Steinbrocken, mit Statuen, die von „Würgefeigen“-Bäumen  umrankt werden, Tempelbauten, die von diesen Bäumen anscheinend zusammengehalten werden – alles seeeehr malerisch und stimmungmäßig wunderbar. Ta Prohm ist der einzige der Tempel, der noch regelrecht im Dschungel liegt.   Abends sind wir mit Elefanten auf einen Hügel geritten, der auf der Spitze eine kleine  Tempelruine hat. Von hier sollten wir den Sonnenuntergang beobachten. Schon um 16h sollten wir uns an den Aufstieg machen, uns war nicht ganz klar, warum, wenn doch die Sonne erst um 18h untergeht und der Eelefant nur 15 Minuten (und ebenso viele Dollar) für den Aufstieg braucht. Naja, was soll ich sagen – wir waren dort oben nicht ganz alleine! Hunderte, wenn nicht Tausende, waren gegen 17:30 dort oben versammelt und die Sonne war vor Menschen sowieso kaum noch zu orten. Der Blick auf Angkor Wat von dort oben war zwar schön, aber die Bauwerke wirken von oben winzig und sind in der Dämmerung kaum noch auszumachen.  Die Sonne war noch keineswegs ganz untergegangen (und von ergriffener Stille keine Spur), da rasten die Massen wieder hügelabwärts, drängend und schiebend auf den abgewetzten, nur wenige Zentimeter breiten antiken Tempelstufen! Wir mussten leider auch stürmen, denn der letzte Elefant ging …..   Naja, das hätte man sich besser gespart, aber dann wären wir sicherlich der Meinung gewesen, wir hätten eine kleine Sensation verpasst!  Heute wollen wir zur Roluos-Gruppe, einigen Tempeln, die etwas abgelegen sind, und zu einem „schwimmenden Dorf“ am Tonle Sap-See, einem riesigen See ganz in der Nähe.  Morgen wollen wir uns einen ruhigen Tag am Pool machen, und unsere Massage, die wir hier im Spa des Hotels gebucht haben, geniessen. Also, ich melde mich dann wieder, wenn ich irgendwie ans Internet rankomme!  

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